100 Jahre Chorgeschichte in 15 Zeilen [1]
A-cappella-Chor

Der A-cappella-Chor des Oratorienvereins. Vorn Fritz Stein und Kurt Thomas.

Vor 100 Jahren, im Februar 1919, wurde der Oratorienverein gegründet. Unter seinem Leiter, Prof. Fritz Stein, wurde er innerhalb von nur wenigen Wochen zu einem Eckstein des Kieler Musiklebens. Die Stadt Kiel, die schon 1920 das Kieler Orchester als „Städtisches Orchester“ übernommen hatte, gründete 1933 den „Städtischen Chor“, dem der Oratorien­verein geschlossen beitrat. Der Oberbürgermeister übernahm die Schirmherrschaft.

Nach kriegsbedingter 8jähriger Pause lebte der Chor 1948 wieder auf und demonstrierte mit Haydn (Jahreszeiten), Mozart (Requiem) und Beethoven (9. Sinfonie) seinen tradierten Anspruch. Musikalischer Leiter war und ist bis heute der Kieler Generalmusikdirektor. Die Einstudierung übernimmt im Regelfall der Chordirektor der Kieler Oper.

Zur Verstärkung des Opernchores bei der Aufführung von musikalischen Werken im Opern­haus werden Mitglieder des Städtischen Chores als sogenannter „Extrachor“ herangezogen. Bei Konzerten des Philharmonischen Orchesters wirkt der Chor als sein Partner mit. Die Bindung wurde 2009 – diesmal dem Orchester mit 36jähriger Verzögerung folgend – durch die Namensänderung des Konzertchores des Städtischen Chores Kiel e.V. in „Philharmoni­scher Chor Kiel“ deutlich gemacht.

Philharmonischer Chor Kiel

Der Philharmonische Chor Kiel. Vorn links Lam Tran Dinh.


1. Für eine ausführliche Darstellung siehe den Beitrag „75 Jahre Chorgesang - Vom Oratori­enverein zum Städtischen Chor Kiel e.V.“ von Gerlind Lind in der Jubiläumsschrift von 1994.

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